Nationalpark

Nationalpark

Der Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" ist ca. 265.000 ha. groß, das sind etwa 17 % der Landfläche Schleswig-Holsteins. Diese einmalig schöne Landschaft ist vor allem deswegen zum Nationalpark erklärt worden, weil künftige Entwicklungen immer mit dem Gedanken des Wattenmeerschutzes verbunden werden sollen. Das Wattenmeer ist im Vergleich zu allen anderen Regionen auf der Erde eine einmalige Küstenlandschaft, denn seine Landschaftselemente wie Dünen- und Strandinseln, Halligen, Buchten, Flußmündungen, offene und brandungsgeschützte Wattflächen sind in ihrer Dynamik miteinander verzahnt wie in keiner anderen Region der Welt.



Das Wattenmeer ist Brut-, Nahrungs- und Rastgebiet für Millionen von Vögeln und damit eines der vogelreichsten Gebiete der Erde, aber auch Aufzuchtsgebiet, die "Kinderstube" wichtiger Speisefischarten der Nordsee ( Scholle, Seezunge, Hering ) und der schmackhaften Sandgarnele ( Krabbe ). Das nördliche, der Insel Föhr vorgelagerte Land gehört aber zur Schutzzone 1 des Nationalparks und darf nicht betreten werden. Hier brüten seltene Vögel, die ständig von Mitarbeitern der Schutzstation Wattenmeer beobachtet und auch gezählt werden.
Der Seehund ist der einzige große Raubsäuger an unserer Küste, der nicht ausgerottet wurde. Der Bestand hat zur Zeit einen ausreichenden Umfang. Die Seehunde sind auf das Wattenmeer angewiesen. Hier finden sie ein großes Nahrungsangebot. Zum Gebähren und Säugen ihrer Jungen sowie wegen des Haarwechsels ( hierzu ist direkte Sonneneinstrahlung zur Vitamin-D-Bildung notwendig ) müssen sie die trocken fallenden Watten aufsuchen.



Die Lebensräume im Wattenmeer gliedern sich in Unterwasserbereich, Watt, Salzwiesen und Strand und Sände. Einige wichtige Tiergruppen sind auf mehrere Lebensräume innerhalb des Wattenmeeres angewiesen. Es handelt sich vor allem um die Fische, die Vögel und den oben erwähnten Seehund. Das freie Wattwandern ist mit Ausnahme der Zone 1 und bestimmten, besonders gekennzeichneten Flächen in der Zone 2 überall erlaubt. Das Baden ist fast überall am Strand möglich. Auch der Sportbootverkehr ( insbesondere Segeln und Surfen ) wird im Nationalpark kaum eingeschränkt. Ausflugsfahrten zu den Seehundsbänken und den Halligen sind unter relativ geringen Einschränkungen möglich. Für weitere und nähere Informationen empfehle ich den Besuch des Nationalpark-Zentrums im Rathaus von Wyk auf Föhr.



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