Weltnaturerbe

Weltnaturerbe

Als erste Deutsche Naturlandschaft ist das Wattenmeer zum Welterbe der Menschheit erklärt worden.



Was ist ein UNESCO-Weltnaturerbe? Welterbestätten sind nach der Definition der UNESCO Zeugnisse vergangener Kulturen und einzigartige Naturlandschaften, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. Sie zu schützen ist Aufgabe der Völkergemeinschaft. In Deutschland gibt es heute 33 Welterbestätten, darunter mit der Fossilienfundstätte Messel bei Darmstadt nur eine einzige, die bisher zum Naturerbe erklärt wurde. Ein Weltkulturerbe ist ein Menschenwerk, ein Weltnaturerbe ein Geschenk des Himmels.



Willkommen im UNESCO-Weltnaturerbe!



Das Gebiet ist ein einzigartiges Ökosystem mit besonderer Artenvielfalt. Das Wattenmeer wurde unter allen drei angemeldeten Kriterien in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit ist bestätigt: Unser Wattenmeer besitzt sowohl hinsichtlich der geologischen und ökologischen Prozesse als auch hinsichtlich seiner Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt eine weltweit herausragende Bedeutung. Es ist geologisch betrachtet eine sehr junge Landschaft, erst 10.000 Jahre alt, und wird ständig neu geformt von Wind und Gezeiten. Es zeigt auf einmalige Weise, wie sich Pflanzen und Tiere an die ständig wechselnde Landschaft anpassen, und es bietet ein Zuhause für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die andernorts selten geworden sind. Rund 10.000 Arten von einzelligen Organismen und Pilzen, bis hin zu höheren Pflanzen und Tieren leben hier. Am spektakulärsten ist der Vogelzug im Frühjahr und Herbst mit bis zu zwölf Millionen Vögeln, die eine Rast im Wattenmeer einlegen. Es ist eines der größten Feuchtgebiete der Welt und kann eine rd. 13.000 km⊃2; zusammen hängende Wattfläche aufweisen.



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