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Wetter-Klima

Wetter-Klima

Das Wetter ist das augenblickliche Witterungsgeschehen, während das Klima das Ergebnis langfristiger Wetterbeobachtungen ist. Man unterscheidet Reizklimate und Schonklimate. Das Nordseeklima ist ein starkes Reizklima. Das Klima und das Meerwasser sind zwei unschätzbare Heilmittel für die Gesundheit des Einzelnen und des ganzen Volkes. Die Seeluft hat einen hohen Reinheitsgehalt. Wenn wir eine Vorstellung entwickeln wollen, wie rein die Luft, z. B. in Wyk auf Föhr, gegenüber anderen Städten ist, müssen wir den sogenannten Kerngehalt der Luft vergleichen. Kerne sind bestimmte Luftteilchen, die mit Schadstoffen angereichert sind.



Sehen Sie nachstehend zum Vergleich eine Tabelle mit Kernzahlen von verschiedenen Gebieten, ausgedrückt in Höchstwerten pro Kubikzentimeter:
Großstadt : 4.000.000
Stadt : 400.000
Binnenland: 340.000
Küste: 150.000
Wyk auf Föhr: 19.000
Diese Tabelle zeigt die Schadstoffbelastung der Luft in den verschiedenen Regionen.
Das Ergebnis belegt: Nirgendwo in Deutschland ist die Luft reiner als auf der Insel Föhr.



Der heilklimatische Wert des Nordseeklimas wird bestimmt durch den Wechsel von See- und Landwindperioden. Die Windgeschwindigkeit ist über den Meeresregionen stärker als anderswo, da keine wesentlichen Bodenerhebungen den Windfluß schwächen. Was die Sonnenscheindauer angeht, so liegen die Nordseeinseln mit den Ostseeinseln im vorderen Bereich der Statistik. Die mittlere Jahrestemperatur ist auf Föhr durch die Meereslage ganz geringfügig niedriger als z. B. in Süddeutschland.



Bei der Jahresniederschlagsmenge dagegen haben wir eine deutliche Nord-Süd-Steigerung. D. h., im Norden regnet es am Wenigsten, im Süden am Meisten. So beträgt die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge in List auf Sylt 734 mm, in Hamburg 773 mm und in Freiburg 930 mm und in München sogar 1009 mm. Bei der Wassertemperatur spielen, außer dem wärmenden Golfstrom, die Gezeitenströmungen und die Strahlung eine wichtige Rolle. Auf dem bei Niedrigwasser trocken fallenden Watt wird die Strahlungswärme gespeichert und bei auflaufendem Wasser wieder abgegeben.
Insgesamt ist das Klima auf Föhr sehr angenehm. Im Sommer ist es nicht so heiß und im Winter nicht so kalt wie auf dem Festland. Der Temperaturausgleich wird durch das umschließende Meer erzeugt. Aus gleichem Grunde ergeben sich auch ausgeglichenere Temperaturen über den Tag hinweg.



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